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DFB-Elf gewinnt EURO-Testspiel gegen Ungarn mit 2:0

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Gelsenkirchen – Es war der erhoffte gelungene letzte Test vor dem Abflug nach Frankreich: Die deutsche Nationalmannschaft verabschiedete sich mit einem 2:0 Sieg gegen Ungarn von den Fans und geht dem Ziel EM-Sieg mit reichlich Rückenwind entgegen. Die Tore für das deutsche Team schossen vor 52.000 Zuschauern in der Arena in Gelsenkirchen Mario Götze und Thomas Müller. Die wichtigste Nachricht des Abends war aber natürlich: kein Spieler hat sich verletzt! Und so konnte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Testspiel ein insgesamt positives Fazit ziehen:

Joachim Löw: „Ich denke, dass uns dieser Sieg gut tut, er gibt uns ein gutes Gefühl. Wir wissen natürlich auch, dass wir in der nächsten Woche sicherlich noch am einen oder anderen Thema arbeiten müssen und das auch tun werden. Mit der Leistung heute war ich zufrieden, sie war in Ordnung. In manchen Situationen hat man gespürt, dass die Spritzigkeit und Dynamik etwas gefehlt hat, aber das werden wir in den nächsten Tagen aufholen.“

Im Mercedes-Benz Sportpresse Club war allerdings weniger das Freundschaftsspiel gegen Ungarn das vorherrschende Thema. Die anwesenden Sportjournalisten und Experten diskutieren vielmehr über die Aussichten des DFB-Teams bei der in knapp einer Woche beginnenden Fußball-EM in Frankreich. Schalke-Legende Mike Büskens ist gerade nach dem heutigen Sieg gegen die Ungarn optimistisch, dass der DFB-Elf nach dem WM-Sieg 2014 der zweite große Triumph gelingen kann:

Mike Büskens: „Ich hoffe, sie können den spanischen Weg aufnehmen, die ja auch Weltmeister und Europameister wurden. Aber das ist natürlich echt ein enges Turnier, da spielen so viele gute Mannschaften. Wir haben es ja gesehen beim Vorbereitungsspiel im März gegen England, wo das Spiel nochmal gekippt ist. Also die haben Qualität, die Franzosen als gastgebendes Land, die Belgier darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie viele Probleme in der Abwehr haben. Von daher gehören wir zu diesem Pool von Favoriten, aber dann geht es um Nuancen, da brauchst du dieses Quäntchen, wie wir es auch 2014 brauchten.“

Das sah auch der zweite prominente Gast im Mercedes-Benz Sportpresseclub so. Schauspieler Peter Lohmeyer, ebenfalls Schalker mit Herzblut und Hauptdarsteller des Kinohits „Das Wunder von Bern“ ist sicher: EM-Titel Nummer vier ist in greifbarer Nähe:

Peter Lohmeyer: „Drunter kannst du es ja gar nicht machen. Ich als Schalker denke ja auch jedes Jahr wir werden Meister. Man geht ja nicht in ein Turnier oder eine Meisterschaft rein und sagt: oh, wir spielen unentschieden oder wir verlieren. Also: Ziel ist die Europameisterschaft und ich denke die andern haben auch einen Respekt vor uns, zurecht. Du da müssen wir uns beweisen.“

Die Mannschaft, die am Samstag in der ersten Halbzeit auf dem Platz stand dürfte der Starformation beim ersten EM-Gruppensiel gegen die Ukraine am 12. Juni schon recht nahe kommen. Das dürfte für Bastian Schweinsteiger noch etwas zu früh kommen. Der Kapitän arbeitet nach seiner Verletzung immer noch an seiner Form, konnte gegen Ungarn aber immerhin rund 20 Minuten Spielpraxis sammeln. Dass der Mittelfeldstar von Manchester United trotz seines Fitnessrückstandes dennoch in den EM-Kader berufen wurde war für Peter Lohmeyer ohnehin die richtige Entscheidung:

Peter Lohmeyer: „Ich denke nicht nur die Frage der Kondition oder wie er sich gerade gesundheitlich fühlt ist wichtig, sondern auch die Person ist wichtig. Und da ist Schweinsteiger erwachsen geworden, sowieso als Weltmeister, deshalb ist er wichtig. Und ich denke auch, dass er auf dem Platt was reißen kann, er konnte sich nach seiner Verletzung ja jetzt erholen. Ich denke das wird je nach Spiel entschieden bei der EM. Wenn du das Mittelfeld schneller machen musst, dann wird er erst mal draußen bleiben. Wenn du weißt, du brauchst Erfahrung auf dem Platz zum Beispiel gegen eine Mannshaft wie Italien, dann wird er spielen. Aber ich bin nicht der Bundestrainer, Jogi macht das schon richtig.“

Überhaupt hat der Bundestrainer einen ausgewogenen und schlagkräftigen Kader zusammengestellt. Darin waren sich die Experten im Mercedes-Benz Sportpresseclub einig. Der langjährige Schalke-Profi und Trainer Mike Büskens freute sich insbesondere natürlich sehr, dass mit Weltmeister Benedikt Höwedes und dem 20-jährigen Youngster gleich zwei Königsblaue zum EM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw gehören.

Mike Büskens: Darüber bin ich natürlich hoch erfreut, weil die beiden sind einfach gute Jungs. Benedikt hat während der Weltmeisterschaft in Brasilen eine überzeugende Rolle gespielt auf einer Position, die für ihn nicht gewohnt war. Und Leroy ist ein überdurchschnittliches Talent, hat eine riesen Qualität im eins gegen eins mit Riesentempo. Das ist ein Spieler, der kreiert über seine Beweglichkeit und sein Tempo immer wieder neue Situationen. Von daher kann ich die Entscheidung absolut nachvollziehen. Auch wenn ich nicht aus Schalker Sicht sprechen würde könnte ich die Entscheidung von Joachim Löw nachvollziehen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern Abend das Freundschaftsspiel gegen Ungarn mit 2:0 gewonnen. Richtig ernst wird es für Manuel Neuer und Co. dann am 12. Juni wenn es in Lille im ersten EM-Gruppenspiel gegen die Ukraine geht.

Quelle: Mercedes-Benz

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