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Fußball-Nationalspieler Robin Gosens in hr3: „Wir haben das Potential, Europameister zu werden“

Fußball-EM-Debütant Robin Gosens sagt in der hr3-Morningshow über die Chancen auf den Titel: „Ich kenne unsere Mannschaft und unsere Qualitäten. Ich weiß, dass wir das Potential haben, Europameister zu werden.“

Er wohnt mit Kevin Trapp, Leon Goretzka und Thomas Müller im EM-Quartier in Herzogenaurach in einem Haus. Der Profi von Atalanta Bergamo freut sich auf die Spiele mit den Zuschauern im Stadion: „Fans sind wichtig für diesen Sport. Der Fußball war in den letzten 18 Monaten nur halb so viel wert.“ Ungewohnt könne es am Anfang sein, da man nicht mehr jedes Wort auf dem Platz versteht, sondern schreien müsse, sagt er. Die Zeit vertreiben sich die Nationalspieler unter anderem mit Gemeinschaftsspielen. „Wir haben zum Beispiel vier Stunden ‚Siedler von Catan‘ gespielt,“ so der 26-Jährige schmunzelnd.

Partnerin Rabea hat er viel zu verdanken
Dass er eine solche Karriere machen konnte, habe er auch seiner Familie und seiner Partnerin Rabea zu verdanken, erzählt er in hr3. „Rabea verdanke ich alles. Ich ziehe alle Hüte vor ihr. Ich bin maximal unflexibel, deshalb muss sie alles das machen, was ich gerade möchte oder wo mein Weg hinführt. Sie hat viel für mich aufgegeben.“

Neben seiner Fußballkarriere studiert Robin Gosens. Er möchte einen Master in Sportpsychologie abschließen. „Ich möchte Menschen helfen, die Probleme mit Druck und Angst spüren.“ Ein Thema, das auch in seiner Profikarriere allgegenwärtig ist. „Ich glaube, dass wir Fußballer nicht offen über unsere Probleme reden dürfen, weil sie uns als Schwäche ausgelegt werden.“

Als belastend nennt er die Konfrontation der Spieler mit Hasskommentaren in Sozialen Medien: „Gerade Social Media ist mittlerweile so gefährlich und teilweise so verletzend. Es ist nicht einfach, wenn man tagtäglich mit Morddrohungen zu kämpfen hat und auf das Übelste beschimpft wird. […] Es gibt sicher auch Spieler, die daran zerbrechen können. Es ist einfach zu sagen, die Jungs verdienen so unglaublich viel Geld, die müssen alles ertragen. Ich glaube nicht, dass wir alles akzeptieren müssen.“

Rituale vor jedem Spiel
Robin Gosens folgt vor jeder Partie eigenen Ritualen: „Ich ziehe zuerst den rechten Schuh an und dann den linken. Ich schnüre danach aber zuerst den linken und dann den rechten Schuh.“

Außerdem gehe er immer als erstes mit dem linken Bein auf das Spielfeld. „Ich höre immer beim Hereinkommen ins Stadion das Lied ‚Raffaello‘ von Shindy. Nach dem Aufwärmen mache ich Atemübungen, um ausgeglichen ins Spiel zu gehen“, so der linke Außenverteidiger.

Das gesamte Interview mit Fußballnationalspieler Robin Gosens ist in „hr3 – der Sonntagstalk“ mit Bärbel Schäfer am 13. Juni, von 10 bis 12 Uhr, zu hören. Der Talk ist nach der Sendung als Podcast via hr3.de abrufbar.

Rückfragen an:
Sebastian Hübl, hr-Pressestelle

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