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Löwen fiebern nach hitzigem 2:2 gegen FCB dem Finish in Ingolstadt entgegen

4:0 gegen Türkgücü – Dresden spielt wieder in der 2. Liga. Vor dem Stadion und in der Stadt wurden Auseinandersetzungen gemeldet, auf dem Rasen ging es nach dem sofortigen Wiederaufstieg von Dynamo vergleichsweise ruhig zu. Der neue Trainer Alexander Schmidt erwies sich als großer Sportsmann, lobte seinen Vorgänger Markus Kauczinski: „Markus, wir haben es nach Hause gebracht. Es ist auch dein Verdienst.“ Torwart Kevin Broll hob den besonderen Zusammenhalt „einer Sportgemeinschaft“ hervor, die für Dynamo einstehe: „Es ist ein wahnsinniges Gefühl, das jetzt geschafft zu haben mit so vielen Hindernissen in der ganzen Saison. Viele Verletzte, viele Ausfälle, Corona da, Arbeitsquarantäne und keine Ahnung, hast du nicht gesehen.“ Christoph Daferner ergänzte: „Ich würde schon sagen, dass wir zwei-, dreimal auf dem Boden lagen und richtig auf die Fresse bekommen haben und das zeichnet unsere Mannschaft einfach aus, dass wir immer wieder aufgestanden sind.“ Der TSV 1860 München kommt im Derby gegen den FC Bayern2 zu einem 2:2, stichelt eifrig gegen den Stadtrivalen („Destruktiv gespielt“) und fiebert nun dem „Finish in Ingolstadt“ am Samstag (ab 13.15 Uhr live bei MagentaSport) entgegen. „Wir fahren dahin, wollen dort gewinnen, werden dort gewinnen. Gewinnen in der Relegation und spielen dann 2. Liga“, lautete die selbstbewusste Analyse von Sascha Mölders, der sich nach dem Spiel noch vor laufendem Mikrofon mit dem Bayern-Spieler Welzmüller zoffte („Wie ein Schulbub“). Einen großen Sieger gab´s noch an diesem Sonntag: durch das 2:2 des FCB schafft Kaiserslautern den Klassenerhalt „auf der Couch“.

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der Sonntagsspiele – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Am Montag schließt die Partie Lübeck gegen Zwickau den Spieltag ab – der VfB hat mit 34 Punkten noch eine Minimalchance auf den Ligaverbleib. Live ab 18.45 Uhr bei MagentaSport. Alle 10 Spiele und restlichen Entscheidungen des 38.Spieltags gibt´s am Samstag ab 13.15 Uhr live bei MagentaSport

SG Dynamo Dresden – Türkgücü München 4:0

„Natürlich ist es brisant und kurios.“ Alexander Schmidt konnte sich vor dem Spiel ein Grinsen nicht verkneifen, dass er ausgerechnet gegen jenen Klub den Aufstieg realisieren wollte, der ihn Anfang Februar rauswarf. Schmidt voller Vorfreude: „Wir sind top-frisch!“ Einen Psycho-Trick gab´s auch: Vor dem Spiel schauten sich die Spieler in der Kabine Gruß-Botschaften von Familien-Mitgliedern an. „Das ist emotional, wenn auf einmal die Mutter oder der Vater oder die Frau spricht und viel Glück wünscht, hat schon was gehabt!“

Dresdens Trainer Alexander Schmidt nach dem Aufstieg: „Sehr schön, sehr gut. Eine absolute Befreiung der ganzen Mannschaft. Wie man gemerkt hat, die Anspannung war jetzt ziemlich hoch. Wir haben es alle ein bisschen versucht zu verdrängen, aber war schon was da. Umso froher bin ich jetzt… Diese ganze Spannung, die über die gesamte Saison geherrscht hat. Dynamo war ja eigentlich von Anfang an klarer Favorit und das ist natürlich die ganze Saison Druck für die Jungs. Das fällt jetzt gefühlt alles ab.“

Auch für den alten Dynamo-Trainer hatte er warme Worte: „Ich muss jetzt auch noch meinen Vorgänger loben, Markus Kauczinski. Wie viele Spieltage er auf Platz 1 war, bestimmt 12-15. Es ist auch seine Meisterschaft. Ich habe zu ihm einen sehr guten Draht. Wir waren zusammen beim Fußballlehrer und er hat mir einfach mit auf den Weg gegeben: „Bring das Ding nach Hause!“ Und jetzt auf dem Weg: Markus, wir haben es nach Hause gebracht. Es ist auch dein Verdienst.“

Wie jetzt gefeiert wird: „Wir haben keinen Plan, aber ich habe gehört, dass jetzt unter Corona Bedingungen einfach eine interne kleine Feier stattfindet… Da lassen sich die Jungs schon was einfallen.“

Wie es mit Schmidt in Dresden weitergeht: „Ich glaube, es gibt ein gutes Ende.“

Yannick Stark: „Heute ist alles erlaubt. Heute können sie mir 3 Eimer Bier überkippen. Kein Problem.“ Was jetzt abfällt: „Es fällt schon ein Druck ab, aber es überwiegt die Freude. Die ganze Saison und das ganze Jahr haben wir darauf hingearbeitet… Das war unser Ziel und es fühlt sich sehr gut an heute.“ Was die Mannschaft so einzigartig macht: „Ich glaube, der Zusammenhalt. Wir waren ein neu zusammengewürfelter Haufen und haben uns schnell gefunden. Haben Rückschläge immer wieder weggesteckt, haben schlechte Phasen gehabt, Verletzungspech und Covid-Erkrankung. Wir haben nichts ausgelassen diese Saison und umso höher ist der Erfolg zu bewerten.“

Torwart Kevin Broll: „Es ist ein wahnsinniges Gefühl, das jetzt geschafft zu haben mit so vielen Hindernissen in der ganzen Saison. Viele Verletzte, viele Ausfälle, Corona da, Arbeitsquarantäne und keine Ahnung, hast du nicht gesehen. Das hatten andere Mannschaften auch… Ich will jetzt nicht wegen dem Kack irgendwie rumjammern. Das haben wir alle gemeinsam weggesteckt… Wir waren eine Sportgemeinschaft. Wir haben Dynamo Dresden gelebt und so kommt das halt alles zustande.“

Christoph Daferner: „Ich würde schon sagen, dass wir zwei-, dreimal auf dem Boden lagen und richtig auf die Fresse bekommen haben und das zeichnet unsere Mannschaft einfach aus, dass wir immer wieder aufgestanden sind. Auch nach richtigen Scheiß-Niederlagen. Wir sind immer wieder gekommen und haben nicht aufgesteckt. Wir haben immer wieder an uns geglaubt. Vor allem die Teamchemie hat immer gepasst. Wir sind nicht nur eine Gruppe, sondern ein Team. Es ist einfach ein so großer Zusammenhalt bei uns und das ist schon sehr wichtig.“

Türkgücüs Trainer Andreas Pummer mit Glückwünschen in Richtung Dresden: „Mit Sicherheit muss man Dresden gratulieren zum Aufstieg. Ich denke, die waren über die Saison gesehen die beste Mannschaft. Hatten natürlich aber auch den besten Etat. Deswegen Gratulation zum Aufstieg. Ich hätte es gerne gehabt, dass Dresden aufsteigt, aber nicht heute. Dementsprechend haben wir denen heute leider Geschenke verteilt und das war nicht in unserer Absicht.“

TSV 1860 München – FC Bayern MünchenII 2:2

„Sehr relaxt“ sei er, meinte Sechzig-Trainer Michael Köllner vor dem Derby: „Wir sind extrem gut vorbereitet.“ Die Löwen haben nach dem 2:2 nunmehr 2 Punkte Abstand auf den FC Ingolstadt, dem nächsten Gegner und Dritten. Köllner wunderte sich erst mal über den abstiegsgefährdeten FC Bayern: „Umso überraschender, dass der FC Bayern hier so destruktiv und defensiv gespielt hat. Ich weiß nicht, ob das aufgeht, dass du mit einem Punkt die Liga halten kannst. Nach den Ergebnissen von gestern brauchten die eigentlich 3 Punkte. Und das ist natürlich das Schwere, wenn du gegen einen tiefstehenden Block spielst, die nur auf Konter aus sind…Wir haben unser Finish am Samstag in Ingolstadt und das ist das, was wir haben wollten. Von daher bin ich relativ entspannt, auch wenn ich heute gerne 3 Punkte geholt hätte. Keine Frage.“

Zum Spiel in Ingolstadt: „Das ist ein 50 Prozent-Spiel. Das ist das Beste: dass es am Ende so ein Finish gibt!“ Köllner meint zum Druck im Finish in Ingolstadt: „bei aller Erwartung“ und dem Anspruch „jetzt muss was passieren. Es muss gar nix passieren. Am Ende muss man es aus der Ruhe heraus richten.“

Sascha Mölders geriet nach dem Spiel mit Maximilian Welzmüller verbal aneinander, am MagentaSport-Mikro war er immer noch aufgebracht. „Das habt ihr ja gesehen. Im Spiel ist er einfach vor eine Wand gelaufen, schmeißt sich auf den Boden – das habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen. Mein kleiner Sohn ist 11 Jahre alt, wenn ich den schubse, dann bleibt er stehen. Aber der läuft gegen mich und fängt an zu heulen wie ein kleiner Schulbub. Und jetzt die große Fresse. Aber die Quittung kriegen sie am letzten Spieltag!“ Mölders zum Spiel: „Das hat heute einfach nicht gereicht. Wir haben jetzt ein Endspiel nächste Woche in Ingolstadt. Wir haben jetzt 11 Spiele nicht verloren. Wir fahren dahin, wollen dort gewinnen, werden dort gewinnen. Gewinnen in der Relegation und spielen dann 2. Liga….Unabhängig von dem Spiel heute war klar – das Finale ist in Ingolstadt.“

„Für uns geht´s heute um alles!“ FCB-Trainer Danny Schwarz hoffte: „Das ist eine Situation, die vielleicht Kräfte freisetzt.“ Nach dem Punkt steht der FC Bayern 2 mit 37 Punkten weiter auf dem 16. Rang, muss hoffen, dass Uerdingen (40 Punkte) und Meppen (38 Punkte) verlieren. Danny Schwarz ist dennoch voller Hoffnung: „Wir werden bis zum Schluss alles reinfeuern. So wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, bleibt der Glaube ganz hoch verankert. Wir müssen nur unseren Job machen…. Wir waren die bessere Mannschaft. Wir hatten wieder unsere Chancen. Das ist natürlich brutal mit 2 Elfmetern das Derby das Unentschieden zu gestalten.“

Routinier Maximilian Welzmüller: „Wir müssen nach dem 2:1 noch das 3:1 nachlegen. Wenn man überlegt, aus welcher Verfassung wir kommen, aus welcher Verfassung der Gegner kommt. Dennoch haben wir unser bestes Spiel der letzten Wochen gezeigt. Das Unentschieden tut gerade weh. Vor allem nach 2 Elfmetern. Aber wir sind noch am Leben. Wir haben noch eine Chance, wir haben noch das eine Spiel (gegen Halle). Mit dem Wappen auf der Brust, dürfen wir niemals aufgeben.“

Hallescher FC – SV Wehen Wiesbaden 4:0

Halle etabliert sich mit Kantersieg und 50 Punkten in der 1. Tabellenhälfte. HFC-Präsident Jens Rauschenbach erklärte vor dem letzten Heimspiel der Saison, welche Ziele er mit dem neuen Sportdirektor Ralf Minge verbinde – neben den Entwicklungen einer professionellen Infrastruktur und dem Schwerpunkt eines neuen Nachwuchskonzepts, ginge es auch um höhere sportliche Ziele. „Es ist ja kein Totalumbruch, aber es ist ganz klar, wenn man sich jetzt wieder sortieren will, muss man auch mit neuen Spielern sprechen. Das passiert auch schon. Lassen sie sich überraschen, wir sind da ganz gut unterwegs.“ Zum Trainer Florian Schnorrenberg: „In der nächsten Woche wird es dazu eine Entscheidung geben. Die Gespräche waren sehr konstruktiv und positiv.“ Minge und Schnorrenberg hätten sich erstmals vor 2 Tagen „miteinander unterhalten. Für so eine Zusammenarbeit braucht es Zeit und deshalb werden die Gespräche fortgesetzt.“

Schnorrenberg über seine Gespräche mit Ralf Minge: „Ich glaube schon, dass er dem Verein neue Impulse geben kann…Die Bereitschaft ist auf jeden Fall da und trotzdem ist es wichtig, dass man sich mal kennenlernt und nichts übers Knie bricht.“

Saisontore 17 und 18 – Terrence Boyd traf per Doppelpack und witzelte erstmal, das sei „der Minge-Effekt“ gewesen. „Wir haben gezeigt, was in uns steckt und wir hatten Spaß. Ich sehe die ganze Spiele jetzt als so eine Art Neustart für die nächste Saison. Dass wir anfangen, uns etwas aufzubauen. Um mittelfristig, langfristig den nächsten Schritt zu machen.“

Boyd über Trainer Sonnenberg und dessen eventuellen Verbleib: „Das hat man ja gesehen, dass er der Mannschaft gut tut.“

Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm schob die Niederlage auf den Ausfall seiner 3 Innenverteidiger: „Halle war offensiv einfach zu stark und wir insgesamt nicht gut genug.“

Der 37. Spieltag komplett LIVE bei MagentaSport

Montag, 17.05.2021

Ab 18.45 Uhr: VfB Lübeck – FSV Zwickau

Der 38.Spieltag komplett LIVE bei MagentaSport

Samstag, 22.05.2021

Ab 13.15 Uhr als Einzelspiel oder in der KONFERENZ mit FC Hansa Rostock – VfB Lübeck, FSV Zwickau – 1. FC Saarbrücken, SV Waldhof Mannheim – KFC Uerdingen 05, SV Meppen – MSV Duisburg, 1. FC Kaiserslautern – SC Verl, FC Bayern München II – Hallescher FC, SV Wehen Wiesbaden – SG Dynamo Dresden, 1. FC Magdeburg – SpVgg Unterhaching, FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München, Türkgücü München – Viktoria Köln

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